KI & Digitalisierung

KI Weiterbildung: Arbeitsuchende fallen zurück – so holst du auf

5 Min. Lesezeit

Immer mehr Menschen arbeiten mit KI, doch der Zugang zu Schulungen schrumpft. Arbeitsuchende trifft das besonders hart. Was neue Studien zeigen und wie du die Lücke schließt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Laut PwC-Studie nutzen weltweit 64 % der Beschäftigten KI im Job, 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
  • Zugang zu nötiger Weiterbildung haben weltweit nur noch 51 % der Beschäftigten, im Vorjahr waren es 59 %.
  • Laut KI-Monitor 2026 der TU Darmstadt haben nur rund 4 % der Arbeitsuchenden eine KI-Weiterbildung besucht.
  • Die Bundesagentur für Arbeit plant 2026 rund 4,12 Milliarden Euro für Weiterbildung ein.

Wenn du gerade arbeitslos bist und KI für den Job lernen willst, kannst du eine geförderte Weiterbildung mit Bildungsgutschein nutzen. Kostenträger sind zum Beispiel die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Das lohnt sich: Neue Studien zeigen, dass Arbeitsuchende bei der KI-Weiterbildung besonders weit zurückliegen.

Neue PwC-Studie: Mehr KI im Job, weniger Weiterbildung

Am 17. Oktober 2026 wurde über eine neue PwC-Studie zur Arbeitswelt berichtet. Befragt wurden zwischen Mai und Juni 49.364 Beschäftigte aus 48 Ländern. Das Ergebnis zeigt eine wachsende Schere:

  • 64 % haben in den letzten zwölf Monaten KI im Job genutzt – 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
  • 22 % nutzen generative KI täglich (Vorjahr: 14 %).
  • Nur noch 51 % haben Zugang zu der Weiterbildung, die sie für ihre Arbeit brauchen (Vorjahr: 59 %).

Wichtig: Das sind weltweite Werte, keine Zahlen speziell für Deutschland. Die Richtung ist trotzdem klar. KI wird im Arbeitsalltag selbstverständlicher, während die passende Schulung oft fehlt.

Die Studie zeigt auch einen Zusammenhang mit dem Gefühl von Sicherheit: Von den Menschen, die täglich mit KI arbeiten, blicken 68 % zuversichtlich auf ihre Jobsicherheit. Bei den übrigen sind es 57 %. Wer KI beherrscht, fühlt sich also eher gewappnet.

KI Weiterbildung in Deutschland: Nur rund 4 % der Arbeitsuchenden geschult

Auch für Deutschland gibt es frische Zahlen. Der KI-Monitor 2026 der TU Darmstadt, gemeinsam mit YouGov erhoben und Ende August veröffentlicht, hat über 2.000 Menschen befragt:

  • 72,3 % haben KI schon genutzt, aber nur 21,8 % schätzen ihr Wissen als hoch ein.
  • Eine KI-Weiterbildung besucht haben 15 % insgesamt und 23,2 % der Erwerbstätigen.
  • Bei den Arbeitsuchenden sind es nur rund 4 %.

Das ist der Kern des Problems: Wer gerade keinen Job hat, bekommt auch keine Schulung über den Arbeitgeber. Gleichzeitig ist die Lage am Arbeitsmarkt angespannt. Im September 2026 waren laut WirtschaftsWoche 2,994 Millionen Menschen arbeitslos, die Quote lag bei 6,4 %. Das sind knapp 40.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Oktober-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit erscheinen am 30. Oktober 2026.

Wer profitiert – und wer nicht

Die Studien zeigen zwei deutliche Trennlinien:

  • Führung gegen Team: Laut KI-Monitor haben 35,2 % der Führungskräfte ein KI-Training gemacht, aber nur 18,6 % der Beschäftigten ohne Führungsverantwortung. Auch PwC sieht diesen Abstand: Neue Fähigkeiten im Alltag anwenden konnten 51 % der Top-Führungskräfte, aber nur 29 % der Beschäftigten ohne Führungsrolle.
  • Große gegen kleine Betriebe: Laut Konstanzer KI-Studie 2026 bieten nur 11 % der Betriebe mit bis zu 49 Beschäftigten Schulungen an.

Dazu kommt: Laut der Konstanzer Studie nutzen 38 % der Beschäftigten in Deutschland KI (Vorjahr: 35 %), in Büro- und Wissensjobs sogar 49 %. Aber nur bei 55 % davon hat der Arbeitgeber das Werkzeug offiziell eingeführt. Viele bringen sich KI also selbst bei – ohne Anleitung. Die Zahlen der Studien unterscheiden sich, weil sie unterschiedlich fragen. Die Tendenz ist aber überall gleich.

KI Kompetenzen im Beruf: Was Arbeitgeber erwarten

Die Bitkom-Weiterbildungsstudie 2026 zeigt, dass KI allein nicht reicht. 79 % der Chefetagen halten KI-Kompetenz für zunehmend wichtig, und 73 % der Beschäftigten nutzen KI bei der Arbeit. Als wichtigste Fähigkeiten nennen Beschäftigte aber vor allem:

  • Kommunikation (93 %)
  • Selbstorganisation (93 %)
  • Fachwissen (91 %)

Für dich heißt das: Am besten kombinierst du KI-Kenntnisse mit solidem Fachwissen in einem Berufsfeld. Ein KI-Werkzeug bedienen zu können, ist nützlich. Überzeugend wird es, wenn du zeigen kannst, wie du damit im Vertrieb, im Marketing oder in der Verwaltung bessere Ergebnisse erzielst.

Spannend ist auch: 84 % der Befragten würden für ihre nächste Weiterbildung lieber einen menschlichen Experten wählen. Gleichzeitig werden nur 21 % von ihrer Führungskraft auf Weiterbildung angesprochen, und nur 24 % haben Arbeitszeitregeln mit fester Zeit fürs Lernen. Selbst im Job bleibt Weiterbildung also oft Privatsache.

KI Weiterbildung mit Bildungsgutschein: So holst du auf

Als arbeitsuchende Person hast du einen Vorteil, den viele Beschäftigte nicht haben: Du kannst dich in Vollzeit weiterbilden. Die Bundesagentur für Arbeit plant im Haushalt 2026 rund 4,12 Milliarden Euro für Weiterbildung ein, etwa 0,69 Milliarden Euro mehr als 2025. Ein Grund dafür: Die Arbeitsagenturen zahlen jetzt auch die Weiterbildung von Menschen, die Leistungen vom Jobcenter beziehen.

So gehst du vor:

  1. Ziel klären: Überlege, in welchem Berufsfeld du KI einsetzen willst – etwa Vertrieb, Marketing oder Finanzen.
  2. Kurs auswählen: Achte darauf, dass KI-Inhalte mit Fachwissen verbunden sind.
  3. Förderung ansprechen: Sprich mit deiner Ansprechperson bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter über einen Bildungsgutschein.

Bei Minister Fachschule ist die Weiterbildung mit Bildungsgutschein 100 % kostenlos. Direkt zum Thema KI passt der Digital Sales Manager (m/w/d) mit dem Modul „digitale Kommunikation und KI“, dazu Verkaufspsychologie, E-Commerce und SEO/SEA. Wenn du eher digitale Kompetenzen im Marketing aufbauen willst, schau dir den Online Marketing Manager (m/w/d) mit SEO/SEA, Social Media und E-Commerce an. Einen Überblick findest du unter alle Kurse.

Gelernt wird mit Lehrkräften – online per Videokonferenz oder vor Ort in Leonberg. Für die Kursdauer bekommst du ein kostenloses Notebook oder Chromebook.

Checkliste: So zeigst du KI-Kenntnisse in der Bewerbung

  • Konkret werden: Nenne, wofür du KI eingesetzt hast, statt nur „KI-Kenntnisse“ zu schreiben.
  • Ergebnisse belegen: Zeige Praxisprojekte in einem Portfolio, zum Beispiel Texte, Kampagnen oder Analysen.
  • Fachbezug herstellen: Verbinde KI mit deinem Berufsfeld, etwa Kundenkommunikation im Vertrieb.
  • Weiterbildung nennen: Führe Kurs, Module und Abschluss im Lebenslauf auf.
  • Gespräch vorbereiten: Übe, ein Beispiel kurz und verständlich zu erklären.

Bei Minister Fachschule helfen dir Praxisprojekte für dein Portfolio und ein regelmäßiges Bewerbertraining dabei.

Häufige Fragen

Kann ich eine KI-Weiterbildung machen, wenn ich arbeitslos bin?

Ja. Eine Weiterbildung kann über einen Bildungsgutschein gefördert werden, zum Beispiel von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Sprich deine Ansprechperson dort direkt darauf an.

Reicht es, ein KI-Tool bedienen zu können?

Meist nicht. Laut Bitkom-Studie sind Kommunikation, Selbstorganisation und Fachwissen besonders gefragt. KI-Kenntnisse wirken am stärksten in Verbindung mit einem Berufsfeld.

Welcher Kurs bei Minister Fachschule hat KI-Inhalte?

Der Digital Sales Manager (m/w/d) enthält das Modul „digitale Kommunikation und KI“. Er dauert 24 Wochen in Vollzeit.

Jetzt KI-Kompetenz aufbauen – kostenlos beraten lassen

Du willst dich weiterbilden und die Kosten über einen Bildungsgutschein abdecken? Wir beraten dich kostenlos und unverbindlich zu unseren Kursen – ruf uns an unter 07152 31 97 3 207 oder schreib uns über das Kontaktformular.

Quellen

Bild: escolaespai / Pixabay

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