Mindestlohn 2027: 14,60 Euro – was du ab Januar verdienst
Zum Jahreswechsel steigen der Mindestlohn und die Minijob-Grenze. Was das für dein Brutto bedeutet und wie du langfristig mehr erreichst.
- Ab 1. Januar 2027 gilt ein Mindestlohn von 14,60 Euro brutto pro Stunde, bisher 13,90 Euro.
- Bei 160 Stunden im Monat sind das 2.336 Euro brutto, 112 Euro mehr als 2026.
- Die Minijob-Grenze steigt automatisch von 603 auf 633 Euro im Monat.
- Wer bisher genau den Mindestlohn zahlt, muss zum 1. Januar 2027 anheben.
Der Mindestlohn 2027 liegt bei 14,60 Euro brutto pro Stunde und gilt ab dem 1. Januar 2027. Bei 160 Stunden im Monat sind das 2.336 Euro brutto. Die Minijob-Grenze steigt auf 633 Euro.
Mindestlohn 2027: 14,60 Euro ab 1. Januar sind beschlossen
Aktuell gelten 13,90 Euro, ab 1. Januar 2027 sind es 14,60 Euro. Gegenüber 2025 (12,82 Euro) sind das zusammen 13,88 Prozent mehr. Die Mindestlohnkommission hat die Erhöhung am 27. Juni 2025 empfohlen, das Bundeskabinett hat sie mit der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung umgesetzt.
Laut Statistischem Bundesamt betraf schon die Erhöhung im Januar 2026 bis zu 6,6 Millionen Jobs; eine amtliche Schätzung für 2027 liegt uns nicht vor. Der DGB geht von rund 6 Millionen Beschäftigten aus, vor allem in Einzelhandel, Logistik und Gastgewerbe, und sieht den Mindestlohn mit 14,60 Euro bei 60 Prozent des Medianeinkommens.
Was der Mindestlohn 2027 für dein Brutto bedeutet
Dein Plus hängt von deinen Arbeitsstunden ab:
| Stunden im Monat | Brutto 2026 (13,90 €) | Brutto 2027 (14,60 €) | Plus |
|---|---|---|---|
| 120 | 1.668 € | 1.752 € | +84 € |
| 160 | 2.224 € | 2.336 € | +112 € |
| rund 173,3 | etwa 2.409 € | etwa 2.530 € | +121 € |
Laut DGB sind es bei 40 Wochenstunden 2027 rund 310 Euro brutto mehr im Monat als 2025. Was netto bleibt, hängt unter anderem von Steuerklasse und Sozialabgaben ab.
Minijob-Grenze 2027 steigt auf 633 Euro
Seit 2022 ist die Minijob-Grenze automatisch an den Mindestlohn gekoppelt:
- 2026: 603 Euro im Monat (im Jahresdurchschnitt), 7.236 Euro im Jahr
- 2027: 633 Euro im Monat, 7.596 Euro im Jahr – 360 Euro mehr
633 Euro geteilt durch 14,60 Euro ergibt rund 43,3 Stunden im Monat: Deine Stundenzahl bleibt etwa gleich, dein Verdienst steigt. Prüfe mit deinem Arbeitgeber, ob deine vereinbarten Stunden unter der Grenze bleiben.
Wer keinen Anspruch auf Mindestlohn hat
- Freiwilliges Praktikum bis drei Monate: kein Mindestlohn, aber angemessene Vergütung nach § 17 BBiG
- Einstiegsqualifizierung nach § 54a SGB III
- Maßnahmen der Arbeitsförderung
Umgekehrt können Branchenmindestlöhne über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen.
Mindestlohn 2027: Was ändert sich für dich?
Beantworte ein paar kurze Fragen und erfahre, welcher nächste Schritt für dich sinnvoll sein kann.
Dein Stundenlohn muss wahrscheinlich angehoben werden
Kläre mit deinem Arbeitgeber, dass dein Lohn ab 1. Januar 2027 auf mindestens 14,60 Euro steigt. Frag auch nach, ob in deiner Branche ein höherer Branchenmindestlohn gilt.
Deine Minijob-Stunden solltest du prüfen lassen
Mit 14,60 Euro pro Stunde kann deine Stundenzahl über der Grenze von 633 Euro im Monat liegen. Gleiche deine vereinbarten Stunden mit rund 43,3 Stunden ab und kläre das mit deinem Arbeitgeber.
Eine Ausnahme vom Mindestlohn kann für dich gelten
Freiwillige Praktika bis drei Monate, Einstiegsqualifizierungen und Maßnahmen der Arbeitsförderung fallen nicht unter den gesetzlichen Mindestlohn. Lass prüfen, ob die Ausnahme bei dir zutrifft – im Praktikum kann dir trotzdem eine angemessene Vergütung nach § 17 BBiG zustehen.
Am Stundenlohn ändert sich für dich wahrscheinlich wenig
Dein Lohn liegt bereits auf oder über dem Mindestlohn 2027. Frag trotzdem nach, ob für deinen Betrieb ein höherer Branchenmindestlohn gilt.
Eine geförderte Weiterbildung kann für dich in Frage kommen
Mit Bildungsgutschein ist eine Weiterbildung bei uns 100 Prozent kostenlos; wenn du berufstätig bist, kann eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz in Abstimmung mit deinem Arbeitgeber möglich sein. Kläre die Förderung mit der Agentur für Arbeit und lass dich bei uns kostenlos zur passenden Kurswahl beraten.
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Beratung anfragenoder anrufen: 07152 31 97 3 207Diese Entscheidungshilfe gibt dir eine erste Orientierung. Sie ersetzt keine persönliche Beratung.
Wie viel du 2027 brutto im Monat verdienen kannst, zeigt dir die Übersicht im Abschnitt Was der Mindestlohn 2027 für dein Brutto bedeutet. Diese Einschätzung ersetzt keine Rechtsberatung.
Checkliste für Arbeitgeber und Personalabteilung
Wer bisher genau den Mindestlohn zahlt, muss zum 1. Januar 2027 anheben. Vor dem Jahreswechsel also klären:
- Beschäftigte mit Stundenlohn unter 14,60 Euro ermitteln und Löhne anpassen.
- Minijob-Verträge prüfen: Bleiben Stunden mal 14,60 Euro innerhalb von 633 Euro?
- Prüfen, ob ein höherer Branchenmindestlohn gilt.
- Höhere Personalkosten für 2027 einplanen.
Lohnanpassungen und Minijob-Grenzen gehören zur Personalverwaltung – Thema in unserer Weiterbildung zum Fachmann für Personalmanagement (m/w/d). Für die Planung von Personalkosten vermittelt der Kurs Finanzfachmann (m/w/d) Know-how im Rechnungswesen.
Raus aus dem Mindestlohn: mit geförderter Weiterbildung aufsteigen
Eine Weiterbildung kann ein Weg zur beruflichen Entwicklung sein – eine Garantie für ein bestimmtes Gehalt ist sie nicht. Wichtig ist, dass sie zu deiner Erfahrung passt:
- Aus Einzelhandel und Verkauf: Fachmann für Vertriebsmanagement (m/w/d) mit Verkaufstechnik, Gesprächsführung und Vertriebsstrategie oder Digital Sales Manager (m/w/d) mit Verkaufspsychologie, digitaler Kommunikation und KI.
- Mit kaufmännischer Erfahrung: Finanzfachmann (m/w/d) oder Fachmann für Personalmanagement (m/w/d).
Mit Bildungsgutschein ist die Weiterbildung bei uns 100 Prozent kostenlos. Unsere eigenen Kurse laufen in Vollzeit und hybrid – online per Videokonferenz oder vor Ort. Bist du berufstätig, passen auch Partnerkurse in Teilzeit, förderbar über das Qualifizierungschancengesetz in Abstimmung mit deinem Arbeitgeber. Alle Angebote findest du im Kursfinder.
Häufige Fragen
Wie viel verdiene ich 2027 mit Mindestlohn in Vollzeit?
Bei 160 Stunden im Monat 2.336 Euro brutto, bei rund 173,3 Stunden etwa 2.530 Euro brutto.
Wie viele Stunden darf ich 2027 im Minijob arbeiten?
Mit Mindestlohn rund 43,3 Stunden im Monat, um unter 633 Euro zu bleiben.
Bekomme ich eine geförderte Weiterbildung auch, wenn ich arbeite?
Ja, als Beschäftigte:r über eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz – über die Agentur für Arbeit und in Abstimmung mit deinem Arbeitgeber.
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Du willst dich mit Bildungsgutschein weiterbilden? Wir beraten dich kostenlos und unverbindlich – unter 07152 31 97 3 207, per E-Mail an kontakt@ministerfachschule.de oder über das Kontaktformular. Während des Kurses bekommst du ein kostenloses Notebook, regelmäßiges Bewerbertraining und Kontakte zu Unternehmen.
Bild: borevina / Pixabay
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