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KI im Online-Marketing: Warum dein Input den Unterschied macht

Von 7 Min. Lesezeit

KI schreibt Werbetexte und erstellt Bilder in Sekunden. Warum dein Job trotzdem nicht einfach verschwindet und wie dein eigenes Wissen die Ergebnisse erst gut macht, erfährst du hier.

Das Wichtigste in Kürze
  • Laut IAB arbeiteten 2022 rund 38 % der Beschäftigten in Berufen mit über 70 % technisch ersetzbaren Tätigkeiten.
  • Nach Einschätzung des IAB lässt sich kein Beruf durch Text- oder Sprachgeneratoren vollständig automatisieren.
  • Am leichtesten ersetzbar sind laut IAB Routinetätigkeiten, die sich regelmäßig wiederholen.
  • Lebenslange Weiterbildung hält das IAB für unabdingbar, gerade in stark ersetzbaren Berufen.

Angst vor KI im Online-Marketing musst du nicht haben, einen Plan aber schon. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kann KI viele Tätigkeiten technisch übernehmen, aber keinen Beruf durch Text- oder Sprachgeneratoren vollständig ersetzen. Entscheidend ist, wie du KI einsetzt und ob dein eigenes Wissen in den Ergebnissen sichtbar wird.

Angst vor KI im Marketing: Was die IAB-Zahlen wirklich sagen

Nach dem IAB-Kurzbericht 5/2024 arbeiteten 2022 rund 38 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (13,03 Millionen) in Berufen, in denen über 70 % der Tätigkeiten ersetzbar sind. 2019 waren es noch 34 %. Den stärksten Anstieg sieht das IAB bei hoch qualifizierten Expertenberufen, vor allem wegen generativer KI.

Besonders betroffen sind laut IAB die Handelsberufe, weil KI-Plattformen Marketing automatisieren und zugleich personalisieren, etwa mit Werbetext- und Bildgeneratoren. Bei Betriebswirt*innen im Handel stieg das Potenzial von 53 auf 68 %.

Wichtig ist aber: Dieses sogenannte Substituierbarkeitspotenzial beschreibt nur, was technisch machbar ist. Eine Tätigkeit wird laut IAB eher nicht ersetzt, wenn menschliche Arbeit „wirtschaftlicher, flexibler oder von besserer Qualität“ ist oder rechtliche und ethische Hürden dagegen sprechen. Deinen eigenen Beruf kannst du mit dem Job-Futuromat des IAB prüfen.

Routine oder Kreativität: Wer eher betroffen ist

Am leichtesten ersetzbar sind laut IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1/2025 manuelle und geistige Routinetätigkeiten, also Abläufe, die sich regelmäßig wiederholen. Wer im Job vor allem Standardaufgaben abarbeitet, ist also stärker betroffen. Kreativität und Urteilsvermögen dagegen gewinnen an Wert: Generative KI kann nach Einschätzung des IAB noch nicht „systematisch argumentieren, Zusammenhänge erkennen oder Bedeutung schaffen“.

So setzt du KI im Online-Marketing richtig ein

Nach einer vom IAB zitierten Auswertung des ifo Instituts setzen Unternehmen KI vor allem im Marketing, in der Produktion und in der IT-Sicherheit ein. Damit du KI nicht nur nutzt, sondern steuerst, hilft ein klarer Ablauf:

  1. Briefing: Lege vorher fest, was du erreichen willst, für wen und auf welchem Kanal.
  2. Entwurf: Lass die KI Varianten erstellen, zum Beispiel Überschriften, Anzeigentexte oder Bildideen.
  3. Prüfen: Kontrolliere Fakten, Tonalität und rechtliche Fragen. Das ersetzt keine KI.
  4. Überarbeiten: Ergänze Beispiele, Erfahrungen und Details, die nur du kennst.
  5. Auswerten: Vergleiche, welche Variante bei deiner Zielgruppe funktioniert, und passe dein Briefing an.

Dein Wissen ist der beste Prompt

Für Bildgeneratoren beschreibt das IAB, dass man Stil, Stimmung und Inspiration „möglichst detailliert vorgeben“ muss. Das gilt für Texte genauso: Je mehr Fachwissen in deinem Prompt steckt, desto brauchbarer wird das Ergebnis. Bringe deshalb ein:

  • Zielgruppe: Wer liest das, welche Fragen und Einwände hat diese Person?
  • Markenstimme: Wie klingt das Unternehmen, welche Wörter passen, welche nicht?
  • Ziel und Kanal: Newsletter, Social-Media-Post oder Suchanzeige brauchen unterschiedliche Längen und Formen.
  • Erfahrung: Was hat bei früheren Kampagnen funktioniert, was nicht?

Wie wichtig dieser Umgang mit KI-Eingaben geworden ist, zeigt ein neuer Beruf: Das IAB nennt mit Verweis auf das Institut der deutschen Wirtschaft den „Prompt Engineer“, von dem ein kreativer und effizienter Umgang mit KI erwartet wird.

Den menschlichen Impuls beim Arbeitgeber sichtbar machen

Arbeitgeber bleiben auf Menschen angewiesen. Laut IAB muss KI geplant, verhandelt, eingerichtet und trainiert werden. Jemand muss sie warten und ihre Ergebnisse prüfen und bewerten. Damit dein Beitrag dabei auffällt:

  • Zeig Ergebnisse statt Werkzeuge: Dokumentiere, wie du einen KI-Entwurf verbessert hast und was es gebracht hat.
  • Bau ein Portfolio auf: Vorher-nachher-Beispiele machen deine Arbeit greifbar, auch in der Bewerbung.
  • Gestalte Prozesse mit: Schlag vor, wo KI im Team sinnvoll hilft und wo menschliche Prüfung nötig ist.
  • Bleib am Ball: Laut IAB ändern sich Tätigkeiten in stark ersetzbaren Berufen besonders schnell.

KI-Kompetenz aufbauen – mit Bildungsgutschein gefördert

Das IAB hält lebenslange Weiterbildung für „unabdingbar“ und erwartet, dass neue Technologien den Menschen „eher unterstützen als ihn ersetzen“. Gleichzeitig haben sich Beschäftigte in stark ersetzbaren Berufen bisher seltener weitergebildet.

Das Fachwissen, mit dem du KI-Ergebnisse beurteilen kannst, bekommst du in unserer Weiterbildung zum Online Marketing Manager (m/w/d) mit SEO/SEA, Social Media, Blogging sowie Design und Branding. Der Digital Sales Manager (m/w/d) behandelt digitale Kommunikation und KI ausdrücklich. Wer sich gezielt aufs Prompten konzentrieren will, findet bei uns die KI-Prompt-Designer:in mit Schwerpunkt Marketing (ca. 16 Wochen) oder kompakt das Modul Prompt-Engineering – Expertenwissen als Schlüssel zur KI-Interaktion (ca. 1 Woche). In Praxisprojekten entstehen Arbeiten für dein Portfolio, dazu gibt es regelmäßiges Bewerbertraining.

Mit Bildungsgutschein ist die Weiterbildung für dich zu 100 % kostenlos. Einen Online-Antrag gibt es nicht, du bekommst ihn nach einem Beratungsgespräch. Infos findest du auf der Seite Förderung der beruflichen Weiterbildung, einen Termin vereinbarst du über die eServices der Bundesagentur für Arbeit. Bist du beschäftigt, kann dein Arbeitgeber die Förderung von Weiterbildung für Beschäftigte nutzen. Alle Angebote siehst du in unserem Kursfinder.

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Beantworte fünf kurze Fragen und finde heraus, welche Weiterbildung zu deinem Vorwissen und Zeitrahmen passt.

Frage 1 von 6ca. 1 Minute
Wie viel Vorwissen im Online-Marketing bringst du mit?

Häufige Fragen

Wird Online-Marketing durch KI ersetzt?

Nach Einschätzung des IAB lässt sich kein Beruf durch Text- oder Sprachgeneratoren vollständig automatisieren. Einzelne, vor allem wiederkehrende Aufgaben können aber übernommen werden.

Wer sollte sich am ehesten Sorgen machen?

Wer überwiegend Routinetätigkeiten erledigt. Diese sind laut IAB am leichtesten ersetzbar.

Brauche ich Vorkenntnisse, um gute Prompts zu schreiben?

Fachwissen hilft am meisten: Wer Zielgruppe, Kanal und Markenstimme kennt, kann der KI genaue Vorgaben machen und ihre Ergebnisse besser bewerten.

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Quellen

  • IAB-Kurzbericht 5/2024: Folgen des technologischen Wandels für den Arbeitsmarkt (doku.iab.de)
  • IAB-Regional Berlin-Brandenburg 1/2025 (doku.iab.de)

Bild: StockSnap / Pixabay

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